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Praxis Dr. med. Klaus-Peter Schellhase
        Dr. med. Wolfgang Hoffmann

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Muss ein Leistenbruch operiert werden?

Die meisten Leistenbrüche sind zwar ungefährlich, können jedoch durch eine
Einklemmung von Baucheingeweide (Darm, Blase, Fettgewebe)zu einer bedrohliche
Komplikation führen. Dies stellt einen Notfall dar, der ohne Zeitverzug
operiert werden muss!
Handelt es sich um sehr kleine Brüche, die in der Regel nur als Vorwölbung
der Leistenhinterwand erkennbar sind in der Regel nur im Ultraschall, kann
hier vom -Beschwerdebild abhängig- zugewartet werden und durch regelmäßige
Kontrollen im weiteren Verlauf beurteilt werden, ob eine Operation sinnvoll ist.


Wie kommt es zu einem Leistenbruch?

Die Leiste ist eine natürliche Schwachstelle des Menschen. Beim Mann tritt hier
der Samenleiter und die Hodengefäße durch die Bauchdecke, bei der Frau das
Aufhänge-Band der Gebärmutter. Durch Druckerhöhungen im Bauchraum z.B. durch
starken Husten (Asthma,chronische Bronchitis etc.) oder durch starkes Pressen
(Verstopfungen) und starke Blähungen kann es zur Ausbildung eines Bruches kommen.
Bei Patienten über 40 Jahre sollte bei Vorliegen eines Bruches auch eine
Darmerkrankung ausgeschlossen werden und bei entsprechenden Symptomen eine
Darmspiegelung besprochen werden.
Leistenbrüche sind häufig aber schon angeboren und kommen weit häufiger beim
Mann als bei der Frau vor.


Wie wird ein Leistenbruch operiert?

Die OP Methode ist abhängig von verschiedenen Faktoren.

  • der Größe des Bruches
  • der Art des Bruches
  • Risikofaktoren des Patienten
  • Alter und Begleiterkrankungen
  • körperlichen und beruflichen Anforderungen
  • dem Wunsch des Patienten.


Man unterscheidet:

• Konventionelle (offene) OP Verfahren mit einem Hautschnitt in der Leiste,
   z.B.
     o OP nach Shouldice
     o OP nach Lichtenstein

• Minimalinvasive („Schlüssellochverfahren") OP Verfahren mit in der Regel 3
   kleinen Hautschnitten am Nabel und am Bauch.z.B.
     o TAPP
     o TEP

Bei den meisten Verfahren werden heute Fremdmaterialien (Kunststoffnetze) zur
langfristigen Stabilisierung eingesetzt. Bei jungen Patienten unter 30 Jahren
und bei kleinen Brüchen kann aber mit hoher Erfolgsrate auf den Einbau solcher
Netze verzichtet werden.

Welches Verfahren letztlich angewendet wird, muss individuell zwischen Arzt und
Patient besprochen werden.


Ambulant oder Stationär?

In der Regel können Leistenbrüche ambulant operiert werden. Hierbei werden meistens
die offenen sogenannten konventionellen Verfahren angewandt.

Minimalinvasive („ sog. Schlüssellochverfahren“) benötigen gewöhnlich eine längere
postoperative Überwachungszeit, weshalb ein bis zwei Tage Klinikaufenthalt üblich sind.